Cupspiel vs. Ramos

Der Cup Spieltag stand an was bedeutet, dass die Beatbakers wieder einmal auf alt bekannte Gesichter aus der CL Mittelland treffen werden. Man war gespannt wie sich die Gelb-Schwarzen schlagen würden.
Der Cup Spieltag stand an was bedeutet, dass die Beatbakers wieder einmal auf alt bekannte Gesichter aus der CL Mittelland treffen werden. Man war gespannt wie sich die Gelb-Schwarzen schlagen würden. Bracher – Huber, Schwyn, J. Rudolf – M. Rudolf, E. Ernst, Joss, Hänni – J. Ernst, Keller waren die auserwählten Spieler, welche dieses Unterfangen in Angriff nahmen. Ja sie haben richtig gelesen. Bracher und Keller gaben ihr Comeback nach langen Verletzungspausen. Hubacher stellte sich als Coach an die Seitenlinie.

Im Viertelfinale hiess der Gegner Ramos. Man war gewarnt von diesem Gegner, da sie ja eine überzeugende Leistung in der CL Mittelland vollbrachten. Die Anreise der Burgdorfer gestaltete sich sehr kompliziert. Man bekam zwar Info Mails und auf der Homepage war der Spielplan aufgeschaltet. Aber nirgends stand wo dass die Spiele stattfinden werden. So reisten die Beatbakers nach Basel und erfuhren dort, dass die Spiele in Gränichen stattfinden. Das Spiel wurde auf 1400 Uhr verschoben und konnte dann mit 1 Stunde Verspätung angepfiffen werden.

Ramos startete optimal in die Partie. Nicht aufgrund des eigenen Könnens sondern aufgrund eines blöden Eigentores. Rudolf versuchte einen Hohen Ball zu klären, wurde dabei bedrängt und statt nach vorne prallte der Ball nach hinten, überlobte Bracher und zappelte im eigenen Netz. Dies alles in der 2. Minute. Der Rest der Partie ist schnell erzählt. Die Beatbakers nahmen das Heft in die Hand und dominierten die Partie. Man spielte eine starke Partie und liess Ramos kaum Raum und Zeit. Was gezeigt wurde überzeugte bis auf einen Punkt. Der Abschluss. Die Beatbakers vermochten nicht die 38 Minuten Überlegenheit in ein Tor umzumünzen. Bitter, Enttäuschend und Unverdient.

Nun ja, diese Partie wird wohl bald in Vergessenheit geraten, was auch gut ist. Daher wollen wir keine weiteren Buchstaben dafür verbrauchen. Vielmehr geistern alte Geschichten in unserem Gedächtnis herum und flackern hie und da wieder in unserem Bewusstsein auf:

…Es war einmal vor langer, langer Zeit, als die Beatbakers noch die alten Trikots trugen und die Schienbeinschoner das ganze Schienbein bedeckten. Da spielten die Beatbakers an einem prestigeträchtigen Turnier. Stolze Herren und edle Damen nahmen den beschwerlichen Weg auf sich, um die Burgdorfer an dem Turnier zu vertreten. Die Delegation überliess nichts dem Zufall und besiegte Gegner um Gegner. Im Final dann stellte sich ihnen jedoch ein Team entgegen, das sich nicht so einfach bezwingen liess. Es gestaltete sich ein offener Schlagabtausch und dieses unheimlich wichtige Turnier blieb bis zum Schluss spannend. Der Schlusspfiff des Schiedsrichters ertönte beim Spielstand von 0:0 – Normalerweise oblag es bei solch einem Spielstand dem König selbst, den Turniersieger zu krönen. Die Turnierleitung um König Albert II. jedoch entschied sich, ob dem eindrücklichen Spektakel, die Spielzeit zu in die Länge zu ziehen. Diese neue Art der Findung eines Siegers ist heute allgemein unter Verlängerung bekannt. Genau in dieser Verlängerung setzte sich eine Gestalt in Szene, die noch lange in den Geschichten der Beatbakers herumgeistern sollte. „Die Legende“ wurde sie benannt und gar mit einem eigenen Singsang der Hofmusikanten belohnt. „Die Legende“ entschied sich, das Spiel auf eigene Faust zu beenden. Er schnappte sich das runde Leder an der eigenen Strafraumgrenze und lief los. Er liess Spieler um Spieler wie Stangen stehen und dribbelte sich durch die Abwehrreihen des Gegners. Ob da auch eigene Spieler ausgenommen wurden, um einfach noch mehr Show zu bieten wurde nicht nachgeliefert, wird aber allgemein so angenommen. So erschien er dann am Schluss auch alleine vor dem Tor. Hinter ihm alle gegnerischen Feldspieler mit verknoteten Beinen am Boden. An der Seitenlinie die königliche Garde mit offenen Mündern und die Hofmaiden lechtzten schon, nach dem Kuss, den sie dem Sieger überbringen durften. Gekonnt, tollkühn und abgeklärt versenkte er den Ball zum 1:0 in den Maschen. Die vorher so unscheinbar mystische Gestalt wurde von da an nur noch "die Legende" genannt. Lediglich dieser Name kann ihm gerecht werden.

Man erzählt sich noch heute diese Geschichte und einige der alten, ehrwürdigen Burger, die selbst noch Teil der Geschichte waren, flüstern noch heute, hinter vorgehaltener Hand und im Schutz des Dämmerlichtes verstaubter Gaststuben „Die Legende lebt und streift noch immer das gelbschwarze Trikot über sein edles Haupt. Seine Leidenschaft ist ungebrochen und genauso ungebrochen ist mein Glaube an seine übermenschlichen Fähigkeiten“. Einige sagen, das seien nur alte Spinner, Säufer, Taugenichtse…doch einem jeden schaudert es, wenn er diese Geschichte hört, die man sich sogar in fernen Ländern erzählt. Vielleicht wird sie sich wieder zeigen. Vielleicht in einem wichtigen Spiel. Vielleicht in einem Spiel in dem es nicht „nur“ um den Sieg eines prestigeträchtigen Turnieres, sondern um den Gewinn der ganzen Meisterschaft geht. Vielleicht am 8. November des Jahres 2015. Vielleicht am Spielort in Gerzensee. Vielleicht, vielleicht, vielleicht.

Moral der Geschicht:
Auch bei bitteren Niederlagen verlier den Humor bloss nicht.