Hallenmasters 2016

Nichts mit Winterpause. Auch in der kalten Jahreszeit lassen die Beatbakers ihre Gegner schwitzen. Das Hallenmasters 2016 stand auf dem Programm.
Nichts mit Winterpause. Auch in der kalten Jahreszeit lassen die Beatbakers ihre Gegner schwitzen. Das Hallenmasters 2016 stand auf dem Programm. Ein zweitägiges Turnier in Oberentfelden, bei dem sich Trickser und Taktiker, Leichtfüsser und Draufhauer, Ballabluchser und Rammböcke gegeneinander messen können.

Zwei Teams stellten die Beatbakers auf die Beine. Ich will hier jetzt nicht alle Namen nennen, das wäre zu viel verlangt. Einige wenige sollen aber trotzdem speziell erwähnt werden: Noe & Dan Marmet, Jonas Scherrer, Philipp & Peter Schwyn, Simone Güdel, Nick & Lars Joss, Billy Baretto, Jan Hubacher, Fabian Bracher, Max & Flo Rieder, Fintan Huber, Misha & Emanuel Brunner, Adrian Herrmann, Joel Rudolf, Fernando Kreuz, Levin Hirschi, Marc Jakob und Simon Peyer. Sie waren die wichtigsten Akteure in den beiden Beatbakers Teams.

Wieder einmal stand den Beatbakers das Losglück bei der Gruppenzuteilung nicht zur Seite. Das Team „Beatbakers“ landete in der Gruppe A, die am frühen Nachmittag spielen sollte und das Team „Beatbakers Talents“ (der Einfachheit halber nur „Talents“ genannt) in der Gruppe C, die erst am Abend ihren Auftakt hatte. Es sollte also nicht einfach werden, mit dem gemeinsamen, grossen Teamevent, den man sich vor dem Turnier gewünscht hatte. Dennoch kamen bereits zwei Spieler der Talents am frühen Nachmittag zur Unterstützung mit und am Abend verweilten immerhin noch 4 Beatbakers am Spielfeldrand und trieben die Talents zu bestmöglichen Leistungen. Der Beatbakers Fancorner inkl. Fahne blieben also den ganzen Samstag über gut besucht.

Wie bei diesem hochklassigen Turnier eigentlich immer, war bereits die Vorrunde ein hartes Pflaster für beide Teams. Die Beatbakers kämpften sich von Unentschieden zu Unentschieden und konnten dann doch noch zwei wichtige Siege einfahren. Sie setzten ihre Karten voll auf die Defense. Das ging auf. Denn die gute Tordifferenz reichte aus, um an einem altbekannten Rivalen aus der Church League Mittelland vorbeizuziehen. Der FC Oberkulm war immer schon ein ziemlich ebenbürtiger Gegner, an dem sich die Beatbakers oft die Zähne ausbissen. Ein Weiterkommen auf ihre Kosten liess die Beatbakers natürlich etwas Schmunzeln. Auch die Talents trafen in ihrer Gruppe auf altbekannte Gegner. Mino Soccer und FCJF (Jesus Freaks) Altstars waren die zwei Teams, die wohl alle Beatbakers wenigstens vom hören-sagen kennen. Es sollte nicht leicht werden, für das Team aus jungen, agilen und älteren – auch agilen – Talenten. Hallenerprobt sind sie alle, diese Jungs und das Mädel. Es sind ja alle auch regelmässige Sonntag-Nachmittag-Trainings-Teilnehmer. Doch die Grösse der Halle und die Stärke der gegnerischen Teams machten ihnen ein ums andere Mal zu schaffen. Die Finalrunde lag daher leider nicht drin. Dass hiess früh aufstehen am Sonntag. Langer Heimweg, früh aufstehen, langer Hinweg = Kurze Nacht! Doch etwas Erfreuliches wartete noch auf die erschöpften Akteure. Björn und Saskia bekochten die beiden Teams im CLZ und alle zusammen konnten sich dann auf gemütlichen Betten zum Schlafen legen. Luxus, im Vergleich zu den letzten Jahren, als Picknick Food und Campingmätteli (wenn überhaupt) auf die erschöpften Körper warteten.

Sonntag in der Früh, nach nur wenigen Stunden Schlaf, gings dann wieder los. Die Talents waren wach und zeigten einen guten Auftakt. Schon zum zweiten Spiel der jungen (und älteren) Wilden erreichte dann auch das zweite Beatbakers Team die Halle in Oberentfelden. Für Unterstützung und Stimmung war nun gesorgt. Die Talents zeigten einige gute Aktionen bissen auf die Zähne und machten es ihren Gegnern so unangenehm wie möglich. Da kam es ab und zu vor, dass ein, um zwei Köpfe grösserer, Gegenspieler plötzlich am Boden lag und die Hände in Richtung Schiedsrichter verwarf. Szenen, die nicht nur die Beatbakers, sondern auch andere Teams begeisterten. Die Stimmung im Team war super und genau das war es ja, was die Beatbakers mit diesem Turnier erreichen wollten. Es sollte nicht in erster Linie ein erfolgreiches Turnier sein, sondern vor Allem auch ein zusammenschweissender Teamevent. Resultatmässig beendeten die Talents das Turnier auf dem 20 Schlussrang, doch das Stand im Hintergrund der Spass und der Zusammenhalt im Team waren einmalig.

Am Nachmittag standen dann die Final-Gruppenspiele auf dem Programm. Noch 4 Matches standen den Beatbakers bevor. Das Selbstvertrauen vom Vortag war noch immer spürbar. Ungeschlagen…Kaum ein anderes Team konnte das bis zu diesem Zeitpunkt von sich behaupten. Ebenso souverän wie am Samstag zeigten sie sich dann auch in den folgenden Partien. Man kann fast schon sagen, sie marschierten durch diese Gruppenspiele. Erster Platz und somit eine wunderbare Ausgangslage fürs Viertelfinale war der Verdienst der guten Leistung. Und dort wartete ein ganz bestimmt bezwingbarer Gegner. Ein Team, das weder in Sachen Technik oder Taktik, noch Fitness, oder Ballgefühl mit den Beatbakers mithalten konnte. Nur der Torwart spielte eine unglaublich gute Partie. Er entzauberte einen um den anderen Schuss und hielt sein Team so bis zum Schluss in Führung. Doch Führung…?? Was ist denn da passiert?! Gleich zu Beginn der Partie parierte Goalie Bracher einen ziemlich harmlosen Schuss. Mit beiden Händen am Ball, sicher gefangen. Doch da brauste ein gegnerischer Stürmer von der Seite an und rannte ihm in die noch ausgestreckten Arme. Ein klares Foul. Da spielt es auch keine Rolle, dass der Ball dabei über die Torlinie kullerte…. Dachten zumindest alle. Doch nicht so der Schiedsrichter. Trotz vehementen Reklamationen und einem Gegner, der sein Foulspiel sogar zugeben wollte beharrte er darauf, den Treffer zählen zu lassen. Die Gemüter kochten jetzt. Der sonst so ruhige Captain Hubacher äusserte seinen Unmut nach einem ungeahndeten Foul vor dem gegnerischen Strafraum mit den Worten „das war jetzt schon die zweite Fehlentscheidung“. Eine harmlose und fast schon normale Äusserung in einem so wichtigen Spiel. Doch wieder setzte sich der Schiedsrichter ins Zentrum und verwies Hubacher mit der gelben Karte zwei Minuten auf die Bank. Rückstand und Unterzahl. Keine gute Ausgangslage, für eine Aufholjagt. Und trotzdem kam kaum ein Ball in Richtung des Beatbakers Tores. Die Beatbakers erkämpften sich Chance um Chance, blieben dabei aber Glücklos. Dann ein grobes Foul an der Mittellinie. Gelb für die Gegner und Überzahl für die Beatbakers. Die Hoffnung kam zurück…bis zu dem Zeitpunkt als eine erneute unbegründete Gelbe Karte zu Lasten der Beatbakers gezückt wurde. Nicht-einhalten-des-Abstandes bemängelte der Schiedsrichter, obwohl er Sekunden zuvor den Abstand noch bejahte, als Joss fragend zu ihm schaute. WHAT A GAME! Es ähnelte einem Albtraum und bestimmt nicht einem Viertelfinale. Alle Bemühungen der Beatbakers halfen nichts mehr. Der stets sehr fair spielende Gegner war durch die Schützenhilfe des „Unparteiischen“ nicht zu bezwingen. Es war bitter wie ein frisch gepresster Zitronensaft. Daraus wieder Energie für die letzten beiden Platzierungsspiele zu schöpfen war nicht einfach. Doch Hubacher trieb sein Team noch einmal zu grossartigen Leistungen. Daraus resultierte der 6. Rang. Bestimmt wäre mehr drin gelegen, doch trotzdem konnte man zufrieden sein.

So ging ein herrliches Wochenende langsam zur Neige. Die Beatbakers zeigten, dass sie als Team funktionierten. Sie zeigten Ehrgeiz, Siegeswillen, Kampfbereitschaft, Aufopferung und eine ganze Menge Teamgeist. Die Beatbakers werden daher nicht nur als das Team mit den meisten gelben Karten in Erinnerung bleiben, sondern auch als das Team, welches die beste Stimmung hatte und auch machte. Die wunderschöne Beatbakers-Fahne wird jedenfalls auch im nächsten Jahr wieder im Fancorner hängen.